Jak and Daxter: The Lost Frontier

Jak and Daxter: The Lost Frontier Test / Review

Das Wechseln zwischen den einzelnen Fähigkeiten geht in ruhigen Situationen zwar leicht von der Hand, in hektischeren Situationen, wo gleich mehrere Kräfte zur Überwindung tükischer Fallen nötig sind, fällt die zeitige Auswahl von Jaks neuen Tricks aber recht schwer und kann für das eine oder andere Ableben sorgen. Mehr Gehirnschmalz verlangen vor allen Dingen die cleveren Teleporter-Puzzle, bei denen Barrieren überbrückt und Druckschalter mittels schwerer Statuen aktiviert werden müssen. Eco-Energie findet aber nicht nur in dieser Form einen Verwendungszweck, von besiegten Gegnern hinterlassenes, dunkles Eco kann mit Keiras Hilfe umgewandelt werden, um Jak mit allerlei Upgrades auszurüsten. So lässt sich unter anderem der Gesundheitsbalken ausbauen, Schläge teilen mehr Schaden aus und verschiessen zusätzlich Eco-Energie auf entfernte Gegner und mit Jaks Wirbelangriff lassen sich später Geschosse reflektieren.

Nicht, dass Jak und Daxter immer auf Tuchfühlung mit ihren Gegnern kommen müssen, denn dank Keiras neuester Erfindung, einem Waffenstab mit vier Aufsätzen sowie erweiterbaren Upgrades für jeden Waffentyp, hält man durchaus das Arsenal bereit, seine Widersacher aus der Ferne zu erledigen. Das grosse Problem ist aber das Fehlen einer Lock-On Funktion, was Schusswaffen bei mehr als einem Gegner recht nutzlos macht, da man zu sehr damit beschäftigt ist, einem Gegner auszuweichen, als dass man Zeit hätte, sich zu einem platzierten Schuss umzudrehen. Genaues Zielen wird zudem durch die wenig vorteilhafte Kameraführung erschwert, welche oft zu nah am Geschehen ist, um genügend Übersicht zu bieten, an anderen Stellen wiederum voll automatisch auf eine cineastischere Einstellung umschwingt, bei dem man oft nur auf der Minimap erahnen kann, wo die Gegner sich herumtreiben.

Ähnlich problematisch zeigt sich die Kamera bei so mancher Plattform-Einlage, da durch den grossen Zoomfaktor eine ergreifbare Kante oft kaum zu erkennen ist oder die tiefe Position knapp über dem Boden einen Distanzen nur schwer abschätzen lässt. Viele Abschnitte, bei denen ein einziger Fehltritt das Laden des letzten Checkpunkts bedeutet, werden so auf Dauer zur Geduldsprobe. Durchhaltevermögen verlangen auch die einzelnen Missionen, bei denen oft die gleiche Mechanik etwas zu oft wiederholt werden muss. Als Beispiel sein ein besonders  langatmiges Luftkampf-Szenario genannt, bei dem eine riesige Verteidigungslinie bestehend aus drei mit zahllosen FLAKs geschützte Riesenkanonen ausgeschaltet werden müssen. Erst muss eine Kanone selbst in die Knie gezwungen werden, worauf hin eine Rakete abgefeuert wird, die daraufhin von Daxter mittels mehrere Quick Time Events umgelenkt und ins Ziel manövriert werden muss. Was beim ersten Mal noch spannend und innovativ ist, wirkt beim zweiten und dritten Mal nur noch lästig, was leider über einige Passagen des Spiels gesagt werden kann.

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Game Info

  • Genre: Jump&Run
  • Entwickler: High Impact Games
  • Publisher: SCEE
  • Spieler offline: 1
  • Releasedatum: 18.11.2009 (erschienen)

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