
Jak and Daxter: The Lost Frontier
Jak and Daxter: The Lost Frontier Test / Review
Interessanterweise verbringt man in The Lost Frontier ein gutes Stück des Spiels in der Luft in einem der fünf freispielbaren Gleiter, allesamt mit verschiedenen Attributen wie Manövrierfähigkeit und Spitzengeschwindigkeit. Die Steuerung ist dabei erstaunlich gelungen und das Flugverhalten unterscheidet sich unter den einzelnen Vehikeln merklich. Über das D-Pad lassen sich zudem kinderleicht nützliche und elegante Manöver wie eine 180 Grad Wende, ein Looping und ja, sogar eine Barrel Roll ausführen. Die fliegenden Kisten lassen sich zudem mit dem Metallschrott abgeschossener Gegner ausbauen und mit neuen, verbesserbaren Waffensystemen wie Laser-Bündeln, zielsuchende Raketen, Maschinengewehren oder mächtigen Luft-Boden-Raketen ausrüsten, die je nach Szenario mehr oder weniger geeignet sein können. Allerdings leiden die Flugmissionen, von denen sich auch viele Optionale finden lassen, wie das gesamte Spiel unter der fehlenden Abwechslung.
Auch anderweitig kann man abseits des Plots auf Schatzsuche gehen, Aufträge erfüllen und Precursor Orbs aufspüren, doch besonders hier fehlt es an Geistesblitzen, die wirklich zu spassigem Gameplay gehören. Eine Art von Missionen ist es beispielsweise, innert 10 Sekunden einen in der Nähe versteckten Precursor Orb zu finden – eine dämliche und aufgrund des knappen Zeitlimits frustrierende Aufgabe, die schnell langweilig wird. Immerhin sind diese Optional, anders als die neuen Passagen in der Haut des mit dunklem Eco übergossenen Dark Daxter. Als dieser prügelt man sich zumeist durch den Untergrund, kämpft gegen allerlei Eidechsen und Spinnen mit Kräften wie einem Eco-Feuerball und einem zerstörerischen Wirbelwind àla Tasmanischer Teufel. Zwar benötigt man durchaus etwas Grips, um beispielsweise mit Spinnennetzen einen Abgrund zu überbrücken, doch die Daxter-Abschnitte tragen schlicht überhaupt nichts zur eigentlichen Geschichte bei und dienen allein als Füllwerk, um die Geschichte auf knappe sechs Stunden auszubauen. Immerhin lockt nach einmaligem Durchspielen der sogenannte Heldenmodus mit härterem Schwierigkeitsgrad, doch ein paar Spielstunden mehr hätten sicherlich nicht geschadet.
Wie dem Gameplay fehlt es auch der Präsentation schlicht am gewissen Etwas, das den Eindruck vom "gut" hinüber zum "ausgezeichnet" zu erheben vermag. Dabei kennt sich High Impact Games mittlerweile bestens mit der PSP-Hardware aus und sorgte für zwei wirklich prachtvolle Handheld-Titel. Im Grunde genommen kann man auch hier keinesfalls meckern und das Team fängt den Look von Naughty Dogs PS2-Vorlagen hervorragend ein mit detailierten Hauptcharakteren und tollen Zwischensequenzen. Technisch leistet man sich aber ungewohnte Schwächen mit einer besonders in den Flug-Leveln mehr als wackeligen Bildrate, häufigen, kurzen Stotterern und Soundaussetzern, oft sogar mitten in Dialogen. Immerhin ist die Sprachausgabe recht gut gelungen und insbesondere Daxter ist einmal mehr Quell witziger Sprüche und Kommentare. Andere Figuren sind nicht ganz so überzeugend und engagiert, vor allem was viele der neuen Charakter anbelangt, doch alles in allem schaffen sie es, die ohnehin seichte Story gut zu erzählen.
am 25.11.2009 22:43
Fazit
Wertung
Game Info
- Genre: Jump&Run
- Entwickler: High Impact Games
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 1
- Releasedatum: 18.11.2009 (erschienen)




